Plädoyer für einen Sucher

Ich mag sie nicht, diese kleinen Digitalkameras. Ebenso wenig die Nutzer dieser Digitalkameras, die krampfhaft nach hinten gebeugt (warum eigentlich?) – manchmal gepaart mit in die Stirn geschobener Brille – angestrengt auf das Rückteil der Kamera schauen, um dort irgendwie zu erkennen, ob das, was fotografiert werden soll, auch wirklich drauf ist.

Nein ‚Äì nicht die Kameras selbst meine ich, sondern den fehlenden optischen Sucher. Zu einer Kamera ‚Äì ob kompakt oder hightech ‚Äì gehoert nun mal ein Sucher. Basta! Ich will da durchschauen und nicht dieses bloede kleine Display vor mir haben. Zumal ich dafür auch meine Lesebrille extra aufsetzen müsste, um etwas zu erkennen. Einen Sucher nehme ich an das Auge, ich sehe, was ich fotografieren will und fertig. Und da kann ich per Dioptrienausgleich auch den Sucher auf mein Auge einstellen. Parallaxe ‚Äì egal, das lernt man schnell. Und daneben funktioniert so ein Sucher auch dann, wenn die Sonne so hell ist, dass man auf dem kleinen Bildschirm nichts mehr erkennen kann.

Ein weiterer Vorteil ist die Haltung der Kamera. Bei einem normalen Sucher habe ich die Kamera vernünftig in der Hand und drücke sie auch leicht an meinen Kopf. Der Bildschirmsucher zwingt einen dazu, die Kamera weiter vom Kopf weg zu halten. Und um richtig zu fotografieren, wird das Gerät dann eben auch mal nur mit zwei Fingern jeder Hand gehalten. Eigentlich ja nur mit insgesamt dreien, denn ein Finger loest ja aus. Man kann sich nun ausmalen, was im Gedränge passiert, wenn die ganze Verwandschaft sich um die beste Position kloppt, um das Brautpaar moeglichst Format füllend drauf zu bekommen. Ein leichter Rempler und die neue Kamera liegt auf dem Boden. Denn wer nutzt schon die kleine mitgelieferte Handschlaufe?

Warum die Hersteller im mehr auf einen optischen Sucher verzichten und die Kunden statt dessen zwingen, solche Verrenkungen zu machen, wei√ü ich nicht. Die Antwort auf eine Anfrage kenne ich jetzt schon ‚ÄûWeil es der Kunde so wünscht.‚Äú Standardantwort. Vermute ich. Ich wünsche es aber nicht. Aber mich hat man ja auch nicht gefragt.

Also, liebe Hersteller: warum verzichtet ihr denn nun wirklich auf die optischen Sucher? Ist die Kamerakonstruktion ansonsten zu problematisch? Kosten die kleinen Linsen ein immenses Geld? Will der Chef es einfach so? Wie dem auch sei, ich wünsche mir die optischen Sucher an jeder Kamera, so schwer kann das nun doch wirklich nicht sein, oder?

Früher war alles besser – oder?

Ein alter Spruch – zugegeben. Aber immer wieder gerne genommen. Und wenn ich das als Kind von meinen Eltern hoerte, dann kam mir gleich in den Kopf „Wir leben aber heute!“ Heute… heute ist aber auch einiges besser als früher. Und wo merkt man das besser, als in der Fotografie? Mehr lesen

Notebooktest – Weitere Informationen

Wie ich schon kurz geschrieben hatte, gehoere ich zu den 50 Auserwählten, die von der Firma Fujitsu ein Notebook für ca. zwei Monate zum Testen erhalten. Die ganze Aktion läuft über das Portal trnd.de, bei dem ich mich vor einiger Zeit mal angemeldet hatte und das seinen Mitgliedern von Zeit zu Zeit Produkte im Auftrag der Industrie zur Verfügung stellt. Diese Produkte sollen dann in einem festgelegten Zeitraum eingehend getestet und per Mundpropaganda weiter empfohlen werden. Dabei darf man aber auch ruhig seine eigene Meinung kund tun, soll heissen: die haben mehr davon, wenn man mal etwas kritischeres äussert. Für die Aktionen bekommt man dann jeweils Punkte auf seinem trnd-Konto gutgeschrieben, die man für andere Aktionen wieder eisetzen kann. Für einige Produkte braucht man z.B. eine gewisse Anzahl Punkte, bevor man daran teilnehmen darf.

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