Kitesurfen in St. Peter Ording

 

Vom 16. Juli bis zum 25. Juli 2010 fand wieder der Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording statt. Die Elite der Kitesurfer fand sich dort ein, um ihr Können zu zeigen. Wie auch im letzten Jahr konnte ich es mir nicht nehmen lassen, dort meine Kamera hinzuschleppen, um massig Bilder zu machen. Mein Hauptaugenmerk lag dabei auf die Freestyler, die mit ihren Sprüngen für teilweise spektakuläre Aufnahmen sorgen. Ich berichte hier ein wenig über die technische Ausstattung bei solchen Aufnahmen.

Ich hatte letztes Jahr schon dort Aufnahmen gemacht, war aber leider auf eine EOS 20D beschränkt. Zusammen mit dem 2,8/70-200 war das schon eine nette Kombination, aber erstens zu langsam und zweitens mit rund 8 Mio Pixel Auflösung hat man nicht wirklich viele Reserven für Ausschnitte.

Ich hatte mich im letzten Jahr nach reiflicher überlegung entschieden, meinen Fuhrpark meinen Bedürfnissen nach anzupassen. So besitze ich inzwischen eine Canon EOS 5D und eine Canon EOS 50D. Die 5D für Vollformat und die 50D für schnelle Sportaufnahmen. Dabei spielte auch die überlegung eine Rolle, dass ich als Analogfotograf mit einer Nikon F3 fotografiert hatte und diese Kamera 6 Bilder pro Sekunde schaffte – im normalen Betrieb aber ohne Autofokus und beschränkt auf die 36 Bilder, die ein Kleinbildfilm (ohne berücksichtigung der Langfilmrückwand) nun mal nur hergab. Die EOS 50D schafft dagegen 6,3 B/s und davon im grössten JPEG-Format 60 Bilder hintereinander. Für meine Zwecke ist das schnell genug.

Die weiteren wichtigen Einstellungen waren u.a. Spotmessung und AI Servo. Der AI Servo arbeitete unglaublich präzise. Ich muss zugeben, dass ich das so nicht erwartet hatte. Einmal eingestellt konnte bei der Aufnahme auch ein anderer ins Bild laufen – die Schärfe blieb beim gewählten Kiter.

Aufgenommen habe ich die Bilder im Wechsel mit einem EF 4/300 und dem EF 2,8/70-200. Zusätzlich kam auch noch ein 1,4-fach Extender zum Einsatz. Als Flop hat sich der Einsatz eines Polfilters erwiesen. In der Nachbetrachtung der Bilder konnte man unscharfe Ränder an den Motiven erkennen. Das lag sicherlich an der schlechten Qualität des (Canon-) Polfilters. Mit dem Filter von B&W habe ich diese Probleme nicht. Zum Glück habe ich den Filter nur zu Beginn des Rennens benutzt.

An der 50D kann man über den Belichtungsartenwähler links oben zwei individuelle Programmeinstellungen abspeichern. Auf C1 habe ich meine Einstellungen für RAW-Bilder, auf C2 die für JPEG-Bilder abgelegt. So konnte ich schnell hin und her schalten. Letztendlich hat es sich aber herausgestellt, dass die RAW-Einstellungen für schnellen Sport doch etwas hinderlich sind. Die Kamera wird zu langsam und die Speicherkarten sind zu schnell voll. Mit der 8 GB-Karte schafft die 50D in voller Auflösung über 1.000 Bilder. Insgesamt habe ich brutto an dem einen Tag, an dem ich beim Event war, 3.300 Bilder gemacht.

Immer, wenn ein Chip voll war, habe ich die Bilder auf einen Imagetank kopiert, der allerdings viel zu langsam für die Datenmenge war. Insgesamt kam eine Datenmenge von 30 GB zusammen – bei einer Grösse meiner Karten mit zusammen 40 GB also noch genug, um auch ohne Imagetank arbeiten zu können.

Die grösste Arbeit ist aber im Anschluss zu Hause zu machen. Da ich nicht alle Kiter per Namen kannte, musste ich an Hand der Unterlagen, die man auf dem Eventgelände bekam, und den Bildern der offiziellen Webseite des Veranstalters oder aber auch den Bildern auf flickr die Namen herausfinden. Was mir hoffentlich bei den veröffentlichten Fotos korrekt gelungen ist. Leider stehen die Namen nur in den seltensten Fällen auf dem Board. So kann man nur an Hand des Boards oder aber der Bilder im Netz auf die Namen schliessen.

Für nächstes Jahr werde ich mir zusätzlich einen anderen Standpunkt suchen. Da kommt dann die Vollformatkamera mit Blitz und dem EF 2,8/16-35 in Einsatz. Dazu werde ich mir ein ewa-marine Unterwassergehäuse zulegen und zu den Kollegen im Wasser gehen. Kiter werden von solchen Punkten nämlich magisch angezogen und posen dort gerne für die Fotografen und Kameraleute.
(Naja – und sollte der Lottogott mir gnädig sein, würde ich mir noch eine Canon EOS 1D Mk IV anschaffen. 😉 )

Eine kleine Ausbeute meiner Bilder habt ihr hier inzwischen gesehen. Weitere befinden sich auf meiner flickr-Seite. Dort werde ich von Zeit zu Zeit auch weitere Bilder hochladen.

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