Installieren Sie Windows 10! NICHT!

Installieren Sie Windows 10! NICHT!

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Seit einigen Wochen nervte so ein kleines Icon am unten rechten Rand. Windows 10 wäre verfügbar. Kostenlos. Ich habe erst mal gewartet. Meistens sind solche Ankündigungen ja doch nur Beta-Tests – wie bei neuen Kameras oft auch.

Nun war es gestern so weit. Den Installationsvorgang habe ich angestossen. Ich musste einige Fragen beantworten und nach einiger Zeit – ich war dabei nicht am Rechner – meldete sich der Anmeldebereich von Windows 10. Zunächst war ich erstaunt darüber, dass Windows mir entgegen der alten Einstellungen, die Grafikauflösung verändert hatte. Statt der üblichen 1680×945 (empfohlen) prangte da jetzt „1280×720 (empfohlen)“. Eigentlich sollte Windows doch alle Einstellungen übernehmen. Tja – das hatte schon mal nicht geklappt. Und den Nvidia-Treiber sollte Win 10 doch zumindest an Board haben. Na gut – musste ich die Auflösung eben händisch einstellen.

Das Nächste, was mir auffiel war, dass es mir partout nicht gelingen wollte, den zweiten Monitor zu aktivieren. Abstöpseln, automatisch suchen, über die Hardware-Taste (fn-10) – kein Erfolg.

Dann habe ich das Startmenü aufgerufen. Nee – was fürchterlich. Die viel zu großen Kacheln verdecken alles. Die musste ich alle einzeln löschen, so dass ich das gewohnte Startmenü wieder vorfand.

Das Aufrufen der Programme dauerte ewig, der Start derselben auch. Und das, obwohl meine Kiste angeblich doch geeignet sein soll für WIN10. Meine Kiste, das ist ein Notebook Fujitsu Amilo, IntelCore Duo2, 2.2 GHz, 4.0 GB RAM. Nicht die flotteste, aber Photoshop und Lightroom laufen schnell und flüssig. Zumindest unter WIN7. Und eine SSD habe ich auch nicht eingebaut…

Unter WIN10 wollte sich die Creative Cloud erst gar nicht verbinden. Der Warte-Bildschirm stand gefühlt 30 Minuten, bis ich das Programm beendet habe.

Nachdem ich noch ein wenig rumprobiert hatte und mich immer mehr ärgerte, fand ich eine Einstellung „Zu Windows 7 zurück, sie haben dafür 30 Tage Zeit“ (sinngemäß). Und? Was soll ich sagen? Das Downgraden hat geklappt. Lediglich die Adobe-Programme musste ich wieder in meine Taskleiste einfügen. Der Rechner ist wieder schnell und funktioniert wie gewohnt.

Mein Fazit: wer unbedingt Windows 10 haben möchte, sollte einen schnellen Rechner haben. Schätze mal, 8.0 GB RAM sind Pflicht, denke aber: je mehr, desto besser. Die Rechnerleistung (der Prozessor) sollte ausreichend schnell sein – je nach Anwendung. Spielefreaks haben da andere Priorotäten, als Textbearbeiter. Und wer jetzt unbedingt diese tolle Kachelwelt von Microsoft braucht, der sollte sich unbedingt einen Rechner mit Touch-Screen anschaffen. Anders machen diese viel zu großen Kacheln keinen Sinn. Es sei denn, man kann nicht mit einer Maus umgehen und trifft die Links sonst nicht…

Fazit 2: Mein nächster Rechner – wenn die Win-Kiste mal nicht mehr will – wird mit Sicherheit KEIN Windows-Rechner werden. Das neue Betriebssystem gefällt mir überhaupt nicht. Und neue Rechner kommen nun mal nur mit WIN8 oder WIN10.

Der nächste Rechner wird definitiv ein Mac!